Dieser Gedanke, ein Zeltlager in Haddeby zu veranstalten, schwirrte schon lange in den Köpfen vieler Jugendlicher in Haddeby und im Besonderen in den kleineren Gemeinden des Amtes Haddeby. Busdorf, Fahrdorf, Dannewerk & Co. haben ihre Vereine, die für eine starke Jugendarbeit in Haddeby eintreten und den Jugendlichen ihrer Gemeinden Programm zum Mitmachen bieten. Doch in Geltorf, Jagel, Selk und Lottorf waren die Lampen in diesem Bereich am Erlischen oder bereits aus.

 

Aus diesem Grund fanden sich Nele Schulz, Hjördis Kruse und Finn Petersen eines Nachmittages im Winter 2013 zusammen und fingen an, Träumereien in die Wirklichkeit umzusetzen. Alle drei große Zeltlagerfanatiker*innen, schon viel im Bereich der ehrenamtlichen Jugendarbeit tätig und erfahren, wollten nicht nur mitmachen, sondern selbst gestalten. Und so entstand die Idee der ersten Aktion, eine Turnhallenübernachtung im Stile eines Tages im Zeltlager. 


Diese Idee von einem Jugendprojekt konnte nicht alleine da stehen. Und somit wurde sich auf die Suche nach einem Träger und starkem Partner gemacht. Um dem Leitgedanken gerecht zu werden und die kleinen Gemeinden im Amt Haddeby zu stärken, wurde der TSV Selk gefragt, ob dieser nicht Lust hätte, als Träger für Haddeby macht ZELTLAGER! zu fungieren. Hier stieß HmZ auf großes Interesse und somit wurde eine Zusammenarbeit vereinbart.


Nachdem das Führungs-Trio die Rahmenbedingungen abgeklärt hatte, musste der Zeitplan noch mit Leben gefüllt werden. Dazu brauchte die Leitung das Team. Dieses bestand aus Jugendlichen, die Bock auf dieses Projekten hatten. Teilweise von der Leitung angesprochen, teilweise durch die Internetpräsenz aufmerksam geworden. 

 

Auch wenn auf dem ersten Treffen ein großer, bunt zusammengewürfelteter Haufen aufeinander traf, merkten alle schnell: "Das wird was!". Und nicht nur das, alle hatten Bock und starteten so mit großem Elan in die erste Aktion.


Endlich konnten wir aktiv werden. Unsere erste Aktion, eine Turnhallenübernachtung im Selker Sport- und Kulturzentrum war ein voller Erfolg. Knapp 30 Kinder verlebten mit 12 Betreuer*innen schöne gemeinsame Stunden. Das Motto "Völker der Antike" wurde durch ein kleines Stationsspiel am Nachmittag, einen Wettkampf der Betreuer*innen am Abend und einer gruseligen Nachtwanderung zur späten Stunde mit Leben gefüllt. Am nächsten Tag wurde die erste Aktion von "Haddeby macht ZELTLAGER!" mit vielen AGs abgerundet. Am Ende wurden vollkommen glückliche Kinder wieder in die Hände ihrer Eltern gegeben. 


Auf dem Jahrestreffen am 09. Januar 2015 im Jagler Gemeindezentrum haben wir uns für das neue Jahr aufgestellt. Die neu geschaffenen Gremien wurden besetzt, die Leitung neu gewählt, das Jahr 2014 Revue passieren lassen und das neue Jahr geplant. 


Kontinuierlich wächst HmZ. Das haben wir vor allem an dem Zuwachs zu unserer zweiten Turnhallenübernachtung Anfang Mai gesehen. 55 Kinder und 25 Betreuer*innen verlebten drei tolle Tage und zwei aufregende Nächte. Viel Spaß und Interesse waren dabei unabdingbar und stets dabei.


Und dann kam der Herbst 2015. Das Event, auf das alle lange hingefiebert hatten. Eine Aktion, die auch von der Länge her den Titel "Lager" verdient hatte. Fünf Tage voller cooler Aktionen, die jedem sicherlich lange in Erinnerung bleiben würden. Wahnsinn, was in so kurzer Zeit entstehen kann. Und als Betreuer*in hat man doch alles richtig gemacht, wenn die LaKis, die zum wahrscheinlich letzten Mal mit dürfen, vor einem stehen und Fragen, ob man auch noch Betreuer ist, wenn sie selbst bei HmZ als Teamer*in anfangen dürfen. Wahnsinn und nochmal WAHNSINN! Wir sind während dem Schreiben des Textes den Tränen nahe. Also nochmal das Aftermovie anschauen und in Erinnerungen schwelgen.


Am 08.01.2016 fand dann unser zweites Jahrestreffen statt. Es gab einen Jahresrückblick mit reichlich Fotos und mindestens genau so vielen Erinnerungen. Planungen für das nächste Jahr wurden angestellt und natürlich wieder eine neue  Projektleitung gewählt. Dieses Jahr gab es jedoch weitere Änderungen. Zusätzlich zu der Projektleitung wurden einige neue Gremien besetzt, für einen neuen Leitfaden gestimmt und eine Teamvertretung gewählt. Neues Jahr, neues Konzept, neue Erfahrungen! 


Endlich war es dann im April so weit. Wir durften erneut für vier Tage in die Turnhalle einziehen. Name und Aktionsnummer verwirrten zwar einige, aber das klären wir gerne auf. Die Aktion hieß TuHüb 3, weil sie die dritte Turnhallenübernachtung war. Da ZiT aber noch dazwischen lag, war die TuHüb 3 mittlerweile schon die 4. Aktion. Einzigartig wie immer vergingen die Tage wie im Flug. Im Abschiedskreis rollte dann die ein oder andere Träne, weil der Abschied von dieser eigenen Welt doch etwas schwer fiel.