Epäd - Häää?!

Vielleicht habt ihr uns schon mal an einem Wochenende kurz vor einem Lager in Selk auf dem Parkplatz rumhüpfen oder kriechen sehen. Vielleicht sind wir auch mit verbundenen Augen oder als zusammengeknotete Gruppe durch die Gegend gelaufen oder haben uns mit viel zu vielen Menschen auf viel zu wenig Getränke-Kisten gequetscht.

 

Sollte euch das schon mal passiert sein, habt ihr euch bestimmt gefragt, was das nun wieder soll und warum wir sowas tun...oder ihr habt einfach gesagt: „Ok, das ist halt HmZ“ (auch das wäre in Ordnung, da stehen wir zu). Aber tatsächlich hat das ganze (meistens) einen Sinn und dieser nennt sich Epäd-Einheit oder Erlebnispädagogische Einheit.

 

Eine Erlebnispädagogische Einheit soll aus einem Haufen frisch zusammengewürfelter Leute ein Team machen und das auf teilweise exotische Art und Weise. Dabei geht es immer darum als Team spielerisch eine Aufgabe zu lösen, die es so richtig in sich hat.

So kann man es zum Beispiel durchaus schaffen mit 15 Leuten auf 4 Getränke-Kisten zu stehen und ohne den Boden zu berühren 20 Meter weiter nach vorn zu kommen. Aber ACHTUNG! Ist eine Kiste unberührt, ist sie leider für immer verloren und dient der Spielleitung als Stuhl.

Die Spielleitung ist bei dieser Art von Spielen insgesamt sehr wichtig. Sie sorgt dafür, dass alle Regeln eingehalten und neue erfunden werden...natürlich immer zugunsten des Spielleiters.

Es kann also mal passieren, dass auf diesen Getränke-Kisten plötzlich keiner mehr sprechen darf oder nur noch jeder zweite sehen kann.

Achja bevor ich es vergesse: der ganze Spaß geht auf Zeit und zwar setzt sich die Gruppe zu Anfang ein Zeitlimit, in dem sie die Aufgabe lösen will...allein das ist schon eine Herausforderung.

Schlussendlich sprechen alle gemeinsam über die Aufgabe(n) und darüber, wie gut oder schlecht sie gelöst wurden, was besser hätte gemacht werden können und was sich daraus für die Teamarbeit und das Lager ableiten lässt.

 


 

Trotz all dieser Schwierigkeiten und der zeitweisen Frustration, wenn man gerade zum 15. Mal von vorne startet bei -4 Grad Außentemperatur und im Halbdunkeln, machen diese Einheiten unglaublich viel Spaß und erreichen jedes Mal ihr Ziel. Es ist einfach nicht möglich bei diesen Aufgaben jemanden außen vor zu lassen und genau so unmöglich ist es, mit jemandem keinen Kontakt zu haben. Natürlich schweißt auch das Glücksgefühl nach Beendigung der Einheit unglaublich zusammen und sorgt für tolle Erinnerungen. 

Oder habt ihr schon mal erlebt, dass wir unser Team kein richtiges Team war? Ich jedenfalls nicht. 

 

 

So vorbereitet kann man doch nur gut ins Lager starten!

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